Und am Ende, ganz am Ende…

wird das Meer in der Erinnerung blau sein…

In diesem Sinne, unsere letzte Bildergalerie 

 

Neuseeland im Regen – geht auch…

oben nass! Unten nass! Toll!

oben nass! Unten nass! Toll!

Das Gute an Neuseeland ist, dass es extrem vielseitig ist. Selbst bei strömendem Regen kann man hier etwas unternehmen. Wir haben also unseren geplanten Abschluss der Reise am Strand abgesagt und sind in die Region um Taupo und Roturoa gefahren.

Die gleichen tektonischen Kräfte, die nämlich Napier zerstört haben, haben hier eine einzigartige vulkanische Landschaft voller Vulkane und Fumarolen geschaffen. Und Thermalbäder gibt es hier wie Sand am Meer.

Direkt neben unserem Campingplatz liegt ein richtig schönes. Mit verschieden warmen Becken, Kinderspritz-Spielplatz und Riesenrutsche. Im Regen macht das erst richtig Spaß. Und Emma hat hier mal wieder ein neues Wort gelernt… Arschbombe…

Außerdem haben wir heute noch eine extrem schöne Wanderung durch einen geothermisch sehr, sehr aktiven Dschungel gemacht.

Mehr dazu in der schon versprochenen Galerie einen Artikel weiter unten und in diesem Videoschnipsel…

Film ab:

Von Dunedin nach Taupo

Hier kommen sie nun endlich!

die lange versprochen Bilder der letzten Woche.

Zurück auf der Nordinsel

Die Reiserüben on the road.

Die Reiserüben on the road.

Wir sind wieder auf der Nordinsel! Genauer in Napier.
Napier ist eine Stadt, die in den 30er Jahren komplett dem Erdboden gleich gemacht wurde. Nicht etwa wie bei uns, wo zu dieser Zeit ja gerade Bomber sehr in Mode waren, um so etwas zu machen. Napier wurde von einem Erbeben zerstört. Das gute daran war, dass sich die Neuseeländer ebenso eifrig an den Wiederaufbau gemacht haben, wie die tapferen Trümmerfrauen bei uns. Nur eben nicht im 50er Jahre Füßgängerzonenstil, sondern in feinstem Art Deco. Eine sehr schöne Stadt also. Und dennoch sind wir momentan ein wenig melancholisch…

So langsam neigt sich unsere Reise nämlich dem Ende zu. Nur noch eine Woche bleibt uns, und wir sind heftig dabei zu überlegen, was wir uns noch alles ansehen möchten. Vieles mussten wir links liegen lassen. Teils weil die Zeit fehlte, teils weil manches mit Baby einfach nicht zu machen ist. Jetzt gegen Ende des Urlaubs wollen wir noch ein paar Dinge hier im Norden unternehmen. Leider macht uns das Wetter aber seit ein paar Tagen einen Strich durch die Rechnung. Es regnet immer wieder und stürmisch ist es auch. Kajak paddeln und Fahrrad fahren ist einfach nicht zu machen. Caroline musste in Kaikoura auch ihr geplantes Schwimmen mit Seehunden ausfallen lassen. Die Wellen waren einfach zu hoch.

Dunedin - Sehr englisch bzw. Irisch

Dunedin – Sehr englisch bzw. Irisch

Seit wir am Milford Sound aufgebrochen sind, haben wir nun wieder knapp 1500 Kilometer hinter uns gebracht. Eine ziemliche Strecke, wenn man bedenkt, dass die neuseeländischen Straßen bestenfalls Landstraßenniveau haben. Außerdem macht unser Camper ab Tempo 60 einen derart infernalischen Lärm, als stünde das jüngst Gericht bevor.
Dennoch war es eine wirklich schöne Fahrt. Nach all der Natur war es gut in Dunedin wieder mal in eine richtige Stadt zu kommen. Dunedin wirkt sehr englisch. Gemütliche Pubs, neugotische Kirchen und die älteste Uni Neuseeland gibt es dort. Am ersten Abend könnten wir tatsächlich zum ersten Mal seit Ewigkeiten in einen Irish Pub gehen und ein Guiness trinken. Welch hohes Glück!!! Emma schief selig in ihrem Kinderwagen und die Livemusik war toll.
Danach fuhren wir weiter, vorbei am einzigen Castle Neuseelands, nach Oamaru.
Oamaru ist die selbsternannte Hauptstatdt des Steam Punk. Eine Stadt, die wirkt, als hätte sie einmal große Ambitionen gehabt, die nie wirklich zu etwas geführt haben. Mitten durch die Stadt verläuft eine gewaltige Magistrale, etwa von der Breite der „Unter den Linden“. Gesäumt wird diese Straße von vier bis fünf prächtigen Bauwerken. Allerdings war es das auch schon in Omaru. Die Stadt sieht aus, als hätte jemand ein Stück Berlin einfach herausgestanzt, auf die grüne Wiese gestellt und dann dort vergessen. Heute ist die Stadt ein Tummelplatz für Liebhaber, die dort ihre Vision einer Mischung aus Viktorianischem Zeitalter, Jules Verne und Sciene Fiction leben. Steam Punk eben.

Oamaru - Jules Vernes lässt grüßen.

Oamaru – Jules Vernes lässt grüßen.

Das alles und noch viel mehr könnt Ihr Euch auch in der neuen Galerie ansehen. Wegen des schlechten Internets hier in der Stadt des Art Deco, gibt es die aber wohl erst morgen!

Historischer Vergleich… (ist ja immer eine haarige Angelegenheit)

Das Leben in einem Wohnmobil ist eine besondere Erfahrung…

Man muss lernen mit weniger auszukommen und sitzt ziemlich eng aufeinander.

Deswegen kommt nun:

Liste von Dingen, die mich beim Camperleben an die DDR erinnern:

– kein Telefon
– die Stromversorgung bricht dauernd zusammen
– manchmal wird es verdammt eng
– kein Mensch, der draußen wohnt, will mit Dir etwas zu tun haben
– der Kaffee ist ein Graus
– die Möbel sind aus billigem Plastik
– das Holzfunier auch
– irgendeiner hört Dir immer zu
– alles muss man selber machen
– es gibt einen MufuTi (Multifunktionstisch)
– Cornflakes sind Luxus
– Plumpsklosett ist Standard
– kein Privateigentum
– gute Idee, aber irgendwie doch sehr spießig in der Umsetzung

Mit sozialistischem Gruß!
J.

Die Rücklichter der Anderen

Wenn man Eltern wird, dann ist es vorbei mit dem Ausschlafen.
So hört man allerseits und glaubt es auch.
Wenn man Eltern von Emma wird, ist das anders.
Unser Kind schläft, seit sie im Dach eines Campervans zu Bett gebracht wird nicht nur lange, sondern länger.
Das führt dazu, dass wir jeden morgen das Gefühl haben, wir wären die letzten Menschen.
Zumindest auf den Campingplätzen Neuseelands.
Emma hat es sich hier nicht nur angewöhnt auszuschlafen, sie macht sogar gewissen Ex-Mitbewohnern Konkurrenz.
Wenn Emma aufwacht gehen andere Kinder für ihren Mittagsschlaf zu Bett.
Kurzum, heute hat sie bis 11h (!) geschnurchelt.
Und so sehen wir, wenn wir aus unserem Bus steigen, regelmäßig nichts. Oder eben gerade noch die Rücklichter der letzten Camper wenn wir gerade verpennt und mit Zahnbürste im Mund die ersten Schritte außerhalb unseres kleinen Reiches tun.
Bleib so, mein Kind!

Das Windel Dilemma…

Nach Dunedin und Oamaru sind wir gestern Nacht in Kaikoura angekommen. Auf dem Weg hierhin gab es wieder mal großartige Gegenden, prächtige Panoramen und dramatische Dünen.
Für morgen hat sich Caroline zum Schwimmen mit Seehunden angemeldet.

Alles also äußerst epochal und legendär!

Manches ist dagegen eher banal…

Seht selbst:

Vom Pelorus River zum Milford Sound

Es gehört zu den Absonderlichkeiten unserer Reise, dass wir sowohl den trockensten Ort der Erde (die Wüste um das Death Valley) und den nassesten Ort besucht haben.

Fallen im Death Valley pro Jahr nur durchschnittlich 50 Millimeter Regen, so sind es rund um den Millford Sound in Neuseeland oft mehr als 14 Meter. Dreimal so viel wie im Regenwald des Amazonas…

Ein sehr, sehr nasser Ort also. Kein Wunder also, dass James Cook bei seiner Entdeckung 1770 voll Ingrimm ausrief „Mein Gott, was ein Sauwetter! Gibts noch heiße Erdbeeren?“

Das seltsame ist nur, dass die Reiserüben die Wüste von Kalifornien in strömendem Regen erlebt haben, den Milford Sound hingegen bei schönstem Wetter…

Seht selbst! Unsere neue Galerie von Woche drei und vier in Neuseeland:


 

.